Am verlängerten Christi Himmelfahrts Wochenende war es wieder einmal soweit. Verschiedene Winzer aus Bingen und Umgebung luden zur „Nacht der Verführung“ auf dem Rochusberg oder genauer gesagt „am Nussbaum“, mit romantischem Blick auf das Rheintal ein.
Bei der „Nacht der Verführung“ handelt es sich um ein kleines aber feines Weinfest, mit Livemusik, zwei Caterern und nicht zu vergessen den 9 Winzern.
Die Bedarfsanforderung an das THW Bingen beinhaltete verschiedene Punkte. Zum einen sollten Abends, wenn es dämmrig wird, Flammschalen aufgestellt werden, die den Besuchern den Weg vom Weintor zum Festplatz ausleuchten sollten. Dazu wurden an allen drei Abenden jeweils circa 150 dieser Flammschalen aufgestellt Es blieb aber nicht nur beim Aufstellen und Anzünden. Auf regelmäßigen Kontrollgängen musste geschaut werden, ob sie noch brennen bzw. einige der kleinen Besucher des Festes davon überzeugt werden, dass Feuer gefährlich und nicht zum Spielen geeignet ist.
Die Hauptanforderung bestand jedoch darin, die Stände mit Strom zu versorgen und die Toiletten auszuleuchten. Dazu konnte dieses Jahr erstmalig der neu installierte Stromverteilerkasten genutzt werden. Die Jahre vorher, als es diesen Verteiler noch nicht gab, wurde der benötigte Strom von 2 jeweils 50kVA starken Notstromaggregaten erzeugt, die vom THW aufgestellt und betrieben wurden.
Um alle Stände, die Licht- und Tontechnik sowie die zwei Bühnen mit ausreichend Strom versorgen zu können, mussten Kabel in den Stärken 16, 32 und 64A verlegt werden. Die gesamt verlegte Kabellänge summierte sich so auf etwa 380m, sowie 1 Unterverteiler mit 64A Anschluss und jeweils 2 Unterverteiler mit 32A bzw. 16A Anschlüssen.
Die dritte Anforderung bestand darin, Abends nachdem die Winzer ihre Stände geschlossen hatten eine Nachtwache zu stellen. Dies bedeutete, dass ab dem Aufbau am Donnerstagmorgen bis nach dem Abbau am Sonntagmorgen immer mindestens zwei Helfer vor Ort sein mussten.
Um auch bei schlechtem Wetter einigermaßen geschützt zu sein, wurde der Werkstattanhänger in den man sich dann zurückziehen konnte, mit auf den Berg genommen. Dieser diente, ausgestattet mit einem Kühlschrank, einer Kaffeemaschine und Sitzgelegenheiten, als Küchenersatz.
Im Einsatz waren:
Die Helfer des Ortsverbandes Bingen mit einer Gesamthelferstundenzahl von über 330 Stunden.
Sowie folgende Fahrzeuge:
MTW Zugtrupp
MTW Jugend
GKW 1
I-Trupp
Werkstattanhänger
PS: Bilder gibt es wie immer in der Gallerie
